Testamentsvollstreckung

Ein Testament allein reicht nicht immer aus, um Streitigkeiten unter den Erben zu vermeiden.  Eine weitere Absicherung, um den testamentarischen Willen insbesondere bei mehreren Erben und Vermächtnisnehmern sicherzustellen, ist die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers.

Sinnvoll ist die Testamentsvollstreckung insbesondere bei minderjährigen Kindern, Patchworkfamilien, Erblassern ohne Nachkommen und älteren Erben, die mit der Abwicklung des Erbfalles überfordert sind.

Die Person des Testamentsvollstreckers kann der Erblasser in seiner erbrechtlichen Verfügung ausdrücklich benennen, oder einen Dritten ermächtigen, den Testamentsvollstrecker zu bestimmen oder die Entscheidung dem Nachlassgericht überlassen.

Die Testamentsvollstreckung hat zur Folge, dass den Erben die Verfügungsgewalt über den Nachlassgegenstand entzogen ist.  Auch die Nutzungen der Nachlassgegenstände stehen den Erben zunächst nicht zu.

Der Testamentsvollstrecker ist berechtigt und verpflichtet, den Nachlass in Besitz zu nehmen, ein Nachlassverzeichnis zu erstellen und an die Erben zu übersenden.  Darüberhinaus hat der Testamentsvollstrecker die Pflicht zur ordnungsgemäßen Nachlassverwaltung gemäß den Vorgaben des Gesetzes und des Erblassers.  Zudem stehen den Erben gegen den Testamentsvollstrecker die Auskunfts-, Rechenschafts- und Schadensersatzansprüche zu.  

Wir beraten Sie gerne hinsichtlich der Ausgestaltung einer Testamentsvollstreckung.