Erbengemeinschaft

Mehrere Miterben bilden eine Erbengemeinschaft.  Die Miterben sind nicht Eigentümer an einzelnen Nachlassgegenständen, sondern sind gemeinschaftlich am ungeteilten Nachlass berechtigt.  Eine Verfügung durch einen Miterben über einen einzelnen Nachlassgegenstand oder einen ideellen Anteil daran ist daher nicht möglich. Die Zuwendung konkreter Gegenstände ist dem Erblasser jedoch im Testament durch Teilungsanordnung oder Vorausvermächtnis möglich.

Die Miterben verwalten den Nachlass mit Ausnahme von Notgeschäften gemeinschaftlich und sind den anderen gegenüber verpflichtet an Maßnahmen mitzuwirken, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung erforderlich sind.  Für eine Entscheidung über eine Verwaltungsmaßnahme ist Stimmenmehrheit erforderlich.

Da die Erbengemeinschaft aus diesen Gründen ein großes Konfliktpotential hat, sollte sie schnell auseinander gesetzt werden soweit der Erblasser nicht etwas anderes bestimmt hat.

Durch die vollständige Auseinandersetzung wird die Erbengemeinschaft aufgelöst.  Dies geschieht normalerweise, wenn die Aufteilung der Erbmasse unter den Angehörigen der Erbengemeinschaft vollständige abgeschlossen ist.