Warum Fachanwälte?

Was bedeutet der Titel "Fachanwalt/Fachanwältin"?

Um den Titel "Fachanwalt/Fachanwältin" für ein bestimmtes Rechtsgebiet von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen zu bekommen, sind theoretische Kenntnisse und praktische Kenntnisse nachzuweisen.

Die theoretischen Kenntnisse werden in einem mindestens 120 Zeitstunden umfassenden Fachanwaltslehrgang erworben und müssen durch drei mehrstündige Klausuren nachgewiesen werden.

Die praktischen Kenntnisse werden durch den Nachweis der Bearbeitung von Mandaten durch den jeweiligen Rechtsanwalt innerhalb eines bestimmten Zeitraumes belegt (Beispiel:  im Arbeitsrecht mindesten 100 Fälle innerhalb von drei Jahren aus diversen Einzelgebieten des Arbeitsrechts.)

Nach Verleihung des Titels, verlangt die Fachanwaltsordnung eine ständige jährliche Fortbildung, die der Rechtsanwaltskammer jeweils nachzuweisen ist.  Dies sind mindestens 15 Stunden je Rechtsgebiet.  Das regelmäßige Studium von Fachzeitschriften im jeweiligen Fachgebiet ist hierneben eine Selbstverständlichkeit.  Damit ist gewährleistet, dass der Fachanwalt/die Fachanwältin auf dem laufenden Stand von Gesetz und Rechtsprechung arbeitet.

Sie sehen: Fachanwälte und Fachanwältinnen sind in besonderer Weise bereit, für ihre Spezialisierung einzustehen.