Elternunterhalt

Auch Kinder sind ihren Eltern zum Unterhalt verpflichtet.  Die Problematik tritt immer dann auf, wenn Eltern auf Sozialleistungen angewiesen sind, insbesondere wenn sie pflegebedürftig werden und die Pflege nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können.  Dann sind es die Sozialleistungsträger, die an die Kinder herantreten.  Schenkungen, die innerhalb eines 10-Jahres-Zeitraumes zuvor erfolgt sind, müssen dann meist von den Eltern rückgängig gemacht werden.

Selten haben die Eltern ihren Unterhaltsanspruch durch mangelnde eigene Altersvorsorge oder fehlender Beziehung zu den Kindern verwirkt.  Ob die Kinder zur Unterhaltszahlung in der Lage sind, beurteilt sich vereinfacht nach dem Selbstbehalt nach der Düsseldorfer Tabelle.  Dieser beträgt aktuell € 1.600 sowie € 1.280 für den Ehegatten zuzüglich der Hälfte des darüber liegenden Einkommens.

Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, das tatsächliche Nettoeinkommen zu ermitteln.  Zu prüfen ist hier die Berücksichtigung von zusätzlicher Altersvorsorge, des Wohnvorteils wegen des Bewohnens einer eigenen Immobilie oder unregelmäßiger Einkünfte.

Zwar müssen Schwiegerkinder nicht für ihre Schwiegereltern zahlen.  Das Einkommen des Schwiegerkindes spielt jedoch bei der Ermittlung des Familienselbstbehaltes eine Rolle.

Wenn die laufenden Einkünfte für den Elternunterhalt nicht ausreichen, stellt sich die Frage, ob vorhandenes Vermögen verwertet werden muss.  Auch hier gibt es Schonvermögen, das nicht angetastet werden darf, z.B. für die Altersvorsorge, die Instandsetzung von Immobilien und die Ausbildung der Kinder oder als Notgroschen.

Wir beraten Sie gern zu diesem Fragen und helfen Ihnen sachgerechte Lösungen zu erarbeiten.